Das neue Landesamt für Schule und Lehrerbildung geht an den Start

Die sechs staatlichen Schulämter und das Landesinstitut für Lehrerbildung werden zum 1. Oktober 2014 in das Landesamt für Schule und Lehrerbildung als Landesoberbehörde mit vier Regionalstellen überführt. Das Landesamt für Schule und Lehrerbildung wird seinen Hauptsitz in Potsdam und vier Regionalstellen in Neuruppin, Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg an der Havel haben.

„Die Umzüge und die Einrichtung der Standorte laufen wie geplant“, so Bildungsministerin Martina Münch. „Ich danke ausdrücklich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Schulämtern und im Landesinstitut für Lehrerbildung, die in den vergangenen Wochen und Monaten mit ihrer Arbeit, ihrem Engagement und ihrer Professionalität dafür gesorgt haben, dass das neue Landesamt für Schule und Lehrerbildung mit seinen vier Regionalstellen trotz laufendem Betrieb pünktlich starten können.“

Die Grundlage für die neue Struktur wurde mit der Verabschiedung des Schulbehördenreformgesetzes im Landtag des Landes Brandenburg am 26. Februar 2014 gelegt. In den vergangenen Monaten wurden die personellen, inhaltlichen und strukturellen Voraussetzungen für den Umbau der neuen Struktur für die Schulaufsicht und die Lehrerbildung geschaffen.

Am Hauptsitz des neuen Landesamtes für Schule und Lehrerbildung in Potsdam ist die allgemeine Verwaltung angesiedelt. Sie ist unter anderem für das Landesamt für Schule und Lehrerbildung, das Gesundheitsmanagement und den Arbeitsschutz, Liegenschaftsangelegenheiten, zentrale Beschaffungen und die Steuerung organisatorischer Veränderungen zuständig. Die Schulaufsicht im Hauptsitz des Landesamtes für Schule und Lehrerbildung ist zudem für die Aufsicht über berufliche Schulen sowie die die Steuerung und die Koordinierung der regionalen Schulaufsicht zuständig. Außerdem besteht eine Zuständigkeit für die die Lehreraus- und Lehrerweiterbildung, insbesondere den Vorbereitungsdienst, die Prüfungen, die Anerkennungen von Lehrbefähigungen sowie die Studienseminare. Die Informations- und Datenverarbeitung im Hauptsitz kümmert sich unter anderem um die IT-Infrastruktur, Datenbanken und Datensicherheit.

Das Landesschulamt verfügt neben dem Hauptsitz über vier Regionalstellen in Neuruppin, Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg an der Havel, die die Aufsicht über die in ihrem Gebiet liegenden Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft wahrnehmen.

Die Schulrätinnen und Schulräte in den Regionalstellen führen die Fachaufsicht über die Grundschulen, Förderschulen, weiterführenden allgemein bildenden Schulen (Gesamtschulen, Gymnasien, Oberschulen), beruflichen Schulen an den Oberstufenzentren, Einrichtungen des Zweiten Bildungsweges sowie über die Schulen in freier Trägerschaft. Sie beraten die Schulen in pädagogischen und organisatorischen Fragen. Die Schulaufsicht über die beruflichen Schulen wird zentral am Hauptsitz in Potsdam ausgeübt.

Die Leiterinnen und Leiter der Regionalstellen üben zudem die Dienstaufsicht über die Lehrkräfte, die Schulleiterinnen und Schulleiter und das sonstige pädagogische Personal aus und  sorgen für die Ausstattung der Schulen mit Lehrerstellen und je nach Fachbedarf an den Schulen mit den entsprechenden Lehrkräften.

Die einzelnen Regionalstellen sind außer mit den Schulrätinnen und Schulräten auch mit einem schulpsychologischen Dienst, einer Rechtsabteilung, Spezialisten für die sonderpädagogische Förderung und Beratung, sachkundigem Personal für die aufgabenrechtliche Fortbildung, Fachleuten im Schulrecht und kundigem Verwaltungspersonal ausgestattet.

letzte Änderung am 01.10.2014